Museen im Landkreis Böblingen

Sindelfingen

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Stadtmuseum + Galerie der Stadt - Lütze-Museum + Donauschwäbisches Museum + Heimatstube Würbenthal / Altvater + Webereimuseum + SCHAUWERK Sindelfingen

Stadtmuseum

Bild: Eiserner Hinterladerofen, umrahmt von reich bemalten Ofenkacheln, 18./19. Jh.

Im Alten Rathaus von 1470 und im angrenzenden Salzhaus von 1592 befindet sich - im Herzen der historischen Altstadt - seit 1958 das Sindelfinger Stadtmuseum. Aus bescheidenen Anfängen entstanden, bietet das Museum den Besuchern mittlerweile auf ungefähr 450 m² einen stadtgeschichtlich und volkskundlich orientierten Rundgang.

Dabei spannt sich der Bogen von der Frühzeit bis ins 19. Jahrhundert. Im Erdgeschoss finden sich neben Versteinerungen und Skelettresten eiszeitlicher Elefanten auch die ersten Spuren menschlicher Besiedlung mit steinzeitlichen Werkzeugen. Reichhaltig sind die Funde aus römischer und alamannischer Zeit, wobei die alamannischen Grabbeigaben durch ihre Schönheit und hohe Qualität beeindrucken. Einen anschaulichen Einblick in die Lebensweise auf einem mittelalterlichen Bauernhof ermöglichen die auf dem Areal eines heutigen Warenhauses in großer Zahl ausgegrabenen Gebrauchsgegenstände von Schuhen über Geschirr bis hin zu Kinderspielzeug.

Das 1. Obergeschoss ist weitgehend der Darstellung der Geschichte von Stift und Stadt gewidmet. Eine Attraktion bildet dabei zweifellos das detailgetreu erarbeitete Stadtmodell, das Sindelfingen etwa im Jahr 1830 darstellt. Verschiedene Urkunden und zahlreiche Abbildungen sowie eine umfangreiche Sammlung alter Haushaltsgegenstände - unter denen sich auch echte Kuriositäten befinden - geben Einblick in die Entwicklung der Stadt und die Lebensweise der Chorherren, Bauern und Weber.

Ein Schmuckstück ist die holzvertäfelte Bauernstube mit einer großen Zahl handbemalter Ofenkacheln.

Im 2. Obergeschoss sind verschiedene alte Handwerksberufe dargestellt, die in Sindelfingen in den vergangenen Jahrhunderten vertreten waren. Neben landwirtschaftlichen Geräten sind Werkzeuge von Metzgern, Bäckern, Schreinern und Zimmerleuten zu besichtigen.

Eine eigenständige Ausstellungseinheit ist der Weberei gewidmet, da dieses Gewerbe im Sindelfingen des 18. und 19. Jahrhunderts eine dominierende Stellung einnahm. Gezeigt werden dabei - neben zahlreichen alten Textilien - anhand originaler Arbeitsgeräte die Arbeitsschritte vom Ernten der Flachs- bzw. Hanfpflanze bis hin zum fertigen Gewebe.

Die Dauerausstellung wurde 2013 um die Sonderausstellung "Facetten einer Stadt - 750 Jahre Stadt Sindelfingen" ergänzt. Im Dachgeschoss ist nun erstmals das 20. und 21. Jahrhundert thematisiert.

Auf Sonderausstellungen wird jeweils hingewiesen.

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Anschrift
Altes Rathaus
Lange Straße 13
71063 Sindelfingen
Tel. (0 70 31) 94 - 3 57
e-mail: museen@sindelfingen.de

Leiterin
Illja Widmann
Tel. (0 70 31) 94 - 3 57

Träger
Stadt Sindelfingen

Öffnungszeiten
Di - Sa  15 - 18 Uhr
So und Feiertage 10 - 12 und
14 - 17 Uhr

Führungen nach Vereinbarung oder nach Ankündigung in der Tagespresse

Eintritt frei

Sindelfingen

Galerie der Stadt - Lütze-Museum

Bild: Galerie im Alten Rathaus von 1845 und Oktogon

1990 wurde die neue Galerie der Stadt Sindelfingen und ihr Lütze-Museum nach Um- und Neubau durch den Berliner Architekten Josef Paul Kleihues eröffnet. Schon 1986 hatte die Stadt die so genannte Sammlung Lütze II, süddeutsche Kunst seit 1870, mit mittlerweile mehr als 1.100 Werken aus Malerei, Plastik/Skulptur und Graphik als Basis für das neue Haus erworben.

Die Sammlung präsentiert das vor allem süddeutsche Kunstschaffen von 1870 bis heute. Schwerpunkte bilden dabei Gruppierungen wie der Leibl-Kreis (München), die Bewegung der Neuen Sachlichkeit, Stilentwicklungen wie das Informel, schulbildende Erscheinungen wie die „Karlsruher Figuration“ um HAP Grieshaber, vor allem aber die Gegenwartskunst.

In wechselnden Ausstellungen, meist unter thematischen Aspekten, werden immer wieder Teile der Sammlung von Zeit zu Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Bedeutend für das Wirken der Galerie der Stadt Sindelfingen aber sind die wechselnden Ausstellungen zur regionalen, wie auch nationalen oder internationalen Gegenwartskunst , in denen KünstlerInnen, Künstlergruppierungen, Etabliertes, auch Neues oder Experimentelles vorstellen, in dem ein lebendiges Zeitbild des künstlerischen Schaffens unserer Tage in all seinen unbegrenzten Möglichkeiten sichtbar wird.

Nahezu gleichgewichtig sind die vielfältigen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Rahmen des Ausstellungsprogramms, mit denen die Galerie der Stadt Sindelfingen seit langem auch als offene Bildungseinrichtung in die Öffentlichkeit hinein wirkt.


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Anschrift
Galerie der Stadt Sindelfingen
Marktplatz 1
71063 Sindelfingen
Tel. (0 70 31) 94 - 3 92
www.galerie-sindelfingen.de

Leiter
Otto Pannewitz (bis 30.11.16, Nachfolge NN)
Tel. (0 70 31) 94 - 3 92
e-mail: pannewitz@sindelfingen.de

Träger
Stadt Sindelfingen

Öffnungszeiten
Mo - Fr  10 - 18 Uhr
Sa, So  10 - 17 Uhr

Führungen, Galeriegespräche, Galeriecafé, Theater in der Galerie, Lesungen, Diskussionen und andere Veranstaltungen nach Ankündigung und Vereinbarung.

Eintritt frei

Sindelfingen

Donauschwäbisches Museum

Bild: Donauschwäbische Hochzeit, Glasfenster von Josef de Ponte

Das Museum ist in dem 1970 eingeweihten „Haus der Donauschwaben“ untergebracht. Mit seiner Galerie, seiner Heimatstube, mit Sammlungen, Dokumentationen und umfassender Spezialbibliothek ist das Haus zum geistigen Zentrum der Donauschwaben in Europa und Übersee und zur Begegnungsstätte geworden.

Das Museum besitzt mit 190 Bildern von 35 Künstlern eine umfangreiche und interessante Bildersammlung, die ein beredtes Zeugnis donauschwäbischen künstlerischen Schaffens gibt. Dazu gehört auch das bedeutende Fries von Josef de Ponte in der Eingangshalle des Hauses sowie das Glasfenster im Verbindungsraum zwischen Alt- und Neubau mit dem Motiv einer donauschwäbischen Hochzeit.

Besondere Abteilungen stellen das historische und das gegenständliche Museum dar. Auf Tafeln und Fotos wird die Geschichte der Donauschwaben und ihre Kultur im südosteuropäischen Raum vergegenwärtigt. Das gegenständliche Museum zeigt zahlreiche Gerätschaften und Modelle aus dem häuslichen, wirtschaftlichen und kirchlichen Bereich. Eine Sammlung von donauschwäbischen Trachten ergänzt den Eindruck.

Der Besucher kann sich über Auswanderung, Siedlungsgebiete, Gesellschaft, Wirtschaft, Kirche und Kultur der Donauschwaben bis zu ihrer Vertreibung und Auswanderung informieren.

Im Foyer finden regelmäßig Sonderausstellungen statt.

Sammlungsgebiete
Kultur und Lebensweise der vertriebenen Donauschwaben

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Anschrift
Goldmühlestraße 30
71065 Sindelfingen

Betreuerin
Henriette Mojem
Tel. (0 70 31) 87 69 80
e-mail: Haus-Donauschwaben-Sindelfing@t-online.de

Träger
Verein Haus der
Donauschwaben e. V.

Öffnungszeiten
Mo - Fr  9 - 12 und 14 - 16 Uhr

Eintritt frei

Sindelfingen

Heimatstube Würbenthal / Altvater

Bild: Modell der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Würbenthal

Die Heimatstube wurde 1961 im Salzhaus, das in den siebziger Jahren zusammen mit dem Alten Rathaus zum Stadtmuseum umgestaltet wurde, eröffnet.

Zu sehen sind handwerkliche und andere Gebrauchsgegenstände, Erzeugnisse der ortsansässigen Industrie, Trachten, ferner geschichtliche Dokumente, Bilder und heimatkundliche Aufzeichnungen der aus Stadt und Gerichtsbezirk Würbenthal vertriebenen Sudetendeutschen, deren Patenschaft die Stadt Sindelfingen übernommen hat.

Sammlungsgebiete
Kultur- und Lebensweise der vertriebenen Sudetendeutschen aus Stadt und Gerichtsbezirk Würbenthal / Altvater



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Anschrift
Lange Straße 13
Altes Rathaus
71063 Sindelfingen

Leiter
Walter Riedel
Tel. (0 74 57) 78 44

Träger
Stadt Sindelfingen und Heimatgruppe Würbenthal

Öffnungszeiten
Von März bis Oktober immer am
2. Sonntag im Monat von
14 bis 16.30 Uhr,
sowie während des Sindelfinger Handwerkermarktes von 14-17 Uhr und nach Vereinbarung

Eintritt frei

Sindelfingen

Webereimuseum

Bild: Alte Webschule

In der 1900 erbauten ehemaligen Webschule der Stadt ist seit Dezember 2000 das Sindelfinger Webereimuseum eingerichtet. Schwerpunktmäßig wird die Geschichte der Handweberei dargestellt, mit der Sindelfingen im 19. Jahrhundert eine bedeutende Stellung im Königreich Württemberg einnahm.

Breiter Raum ist der Darstellung der sozialen Situation der Weber gewidmet, die von der typischen Doppelerwerbsstruktur von Landwirtschaft und Weberei geprägt war. In der Auswanderung suchten viele Weber einen Ausweg aus der bedrückenden Situation.

Es wird deutlich, wie die Sindelfinger Weber in der Spezialisierung auf die hochwertige Jacquardweberei eine Nische fanden, in der sie noch bis ins 20. Jahrhundert hinein mit der übermächtigen Maschinenweberei konkurrierten. Ein Ausblick auf die späte Industrialisierung Sindelfingens und das Schicksal der letzten Hausweber beschließt den historischen Rundgang.

Ergänzt wird das Museumsangebot durch die nach wie vor im Haus stattfindenden Webkurse der Interessengemeinschaft Handweberei, so dass die Besucher ein lebendiges Museum vorfinden, in dem sich historische Information und praktiziertes Handwerk in idealer Form ergänzen.

Auf Sonderausstellungen wird jeweils in den lokalen Medien hingewiesen.

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Anschrift
Webereimuseum im Haus der Handweberei
Corbeil-Essonnes-Platz 4
71063 Sindelfingen
Tel. (0 70 31) 80 39 06
e-mail: museen@sindelfingen.de

Leiterin
Illja Widmann
Tel. (0 70 31) 94 - 3 57

Träger
Stadt Sindelfingen

Öffnungszeiten
Fr - So, Feiertag 15 - 18 Uhr

Führungen nach Vereinbarung

Eintritt frei

Sindelfingen

SCHAUWERK Sindelfingen

Bild: SCHAUWERK Sindelfingen

Das SCHAUWERK in Sindelfingen gehört zu den renommiertesten Orten für zeitgenössische Kunst in Süddeutschland. In wechselnden Ausstellungen zeigt das Museum ausgewählte internationale Positionen aus der hochkarätigen Sammlung Schaufler.

Das SCHAUWERK Sindelfingen präsentiert in wechselnden Ausstellungen die Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst von Peter Schaufler (†) und Christiane Schaufler-Münch. Seit Ende der 1970-er Jahre hat das Ehepaar über 3.000 Werke zusammengetragen und damit eine der größten privaten Kunstkollektionen in Deutschland aufgebaut. Sie umfasst hochrangige Positionen der deutschen, aber auch der internationalen Kunst, insbesondere aus Italien, Frankreich, Asien und Südamerika. Mit der 2010 erfolgten Eröffnung des Museums, das Teil der Stiftung The Schaufler Foundation ist, sind viele der Werke erstmals öffentlich zu sehen.

Heute zeigt das Museum auf rund 6.000 m² eine repräsentative Auswahl zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung Schaufler. Damit gehört das SCHAUWERK zu den renommiertesten Orten für zeitgenössische Kunst in Süddeutschland.

Schwerpunkte liegen auf der Minimal Art, der konzeptuellen und konkreten Kunst sowie auf Arbeiten der ZERO-Bewegung und ihrer Wegbereiter. Neben Malerei und Skulptur nehmen Licht- und Rauminstallationen sowie die zeitgenössische Fotografie einen wichtigen Platz in der Sammlung ein.

Größere Werkkomplexe von Imi Knoebel, Günther Uecker, Rupprecht Geiger, John M. Armleder, Sylvie Fleury oder Gerwald Rockenschaub sind ebenso vertreten wie kleinere Konvolute, z. B. von Michelangelo Pistoletto, John Angus Chamberlain, Antony Gormley, Katharina Grosse, Andreas Gursky, Thomas Ruff und Anselm Kiefer.

Das SCHAUWERK Sindelfingen befindet sich am Rande von Sindelfingen neben dem Firmengelände der BITZER Kühlmaschinenbau GmbH, deren Leitung Peter Schaufler im Jahr 1979 übernahm. Im Zuge eines aufwändigen Umbaus wurden ehemalige Fertigungs- und Lagerhallen zu großzügigen Ausstellungsflächen umgewandelt und um einen neuen Gebäudetrakt ergänzt. So steht nun ein weitläufiger und eleganter Museumskomplex zur Verfügung, der durch formale Strenge, Klarheit und perfekte Umsetzung überzeugt.

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Anschrift
SCHAUWERK Sindelfingen
Eschenbrünnlestraße 15/1
71065 Sindelfingen
Tel. (0 70 31) 9 32-49 00
contact@schauwerk-sindelfingen.de
www.schauwerk-sindelfingen.de

Öffnungszeiten
Sa, So 11 – 17 Uhr
Di, Do 15 – 16.30 Uhr (im Rahmen einer öffentlichen Führung)

Öffentliche Führungen Ausstellungsrundgänge
Di, Do, Sa 15 – 16.30 Uhr
So 11 – 12.30 Uhr

Themenführungen
So 15 – 16 Uhr

Kinderführungen
1. So / Monat 15 – 16 Uhr

Sonderführungen (auch in englisch, französisch, italienisch) und Workshops für Gruppen, Schulklassen und Kindergärten außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich

Eintritt
(inkl. Teilnahme an einer öffentlichen Führung) 8 € / ermäßigt 5 €

Kinder bis 14 Jahre frei