Museen im Landkreis Böblingen

Leonberg

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Stadtmuseum + Galerieverein + KZ-Gedenkstätte + Heimatmuseum Höfingen + Christian-Wagner-Haus Warmbronn + Bauernhausmuseum Gebersheim

Stadtmuseum

Bild: Leonberger Marktbrunnenfigur von 1566 - Wappner als Symbol landesfürstlicher Herrschaft

Das denkmalgeschützte Gebäude des Stadtmuseums, unmittelbar bei der Stadtkirche, blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. So beherbergte es früher auch die Deutsche Schule und Lateinschule. Ihr bekanntester Lehrer war der Komponist Daniel Speer, der von 1670 bis 1672 hier unterrichtete. Der berühmteste Schüler war der spätere kaiserliche Hofmathematiker und Astronom Johannes Kepler, der von 1577 und 1579 und von 1581 bis 1583 die Schule besuchte. Ein Raum des Museums ist ihm gewidmet.

In einem weiteren Raum wird an einen anderen berühmten Sohn der Stadt, den Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775 bis 1854) erinnert, dessen Geburtshaus nur wenige Meter entfernt liegt.

Die über 5.000 Jahre alte Siedlungsgeschichte von der Jungsteinzeit bis in das Mittelalter wird anhand archäologischer Funde aus Leonberg und Umgebung dokumentiert.

Im Sacharchiv stehen die Geschichten der Stadt und ihrer Bürger im Mittelpunkt, gegliedert nach Themen und Etappen der Stadthistorie. Ein gesonderter Raum widmet sich der Zeit des Nationalsozialismus und dem Konzentrationslager in Leonberg.

Wechselausstellungen ergänzen neben Vorträgen und Aktionen die ständige Ausstellung mit vertiefenden Themen.

Sammlungsgebiete
Stadtgeschichte, Handwerk / Gewerbe / Arbeit, Vereinswesen, Alltagskultur

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Anschrift
Stadtmuseum Leonberg
Pfarrstraße
71229 Leonberg

Leiterin
Kristin Koch-Konz
Tel. (0 71 52) 9 90 - 14 22

Träger
Stadt Leonberg

Öffnungszeiten
Di bis Do 14 - 17 Uhr
So 13 - 18 Uhr

Sonderführungen nach Vereinbarung

Eintritt frei

Leonberg

Galerieverein

Bild: Durchblick

Der Galerieverein Leonberg e.V. baute gemeinsam mit der Stadt Leonberg die denkmalgeschützte Scheune in der Leonberger Altstadt, Zwerchstr. 27, zu einer Galerie aus, in der jährlich 5 Ausstellungen stattfinden.

Die Ausstellungen werden vom Galerieverein und dem Kulturamt der Stadt im Wechsel veranstaltet. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer überregionaler Kunst.








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Anschrift
Galerieverein Leonberg e.V.
Zwerchstraße 27
71229 Leonberg

Vorstandsvorsitzender
Eva Ott

Kontakt
Tel.( 0 71 52) 39 91 82
info@galerieverein-leonberg.de
www.galerieverein-leonberg.de

Öffnungszeiten
Di, Mi, Do, Sa, So 14 - 18 Uhr

Führungen für Gruppen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Eintritt
2,50 €, erm. 1,50 €

Gruppen ab 10 Personen:
1,50 €/Person

Führung Gruppen:
1,50 €/Person zzgl. 30 €

Leonberg

KZ-Gedenkstätte

Bild: Eingang zur Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnels mit Gedenkstätte "Namenswand"

Seit Juni 2008 besteht im alten Engelbergtunnel eine Dokumentationsstätte zur Geschichte des KZ Leonberg.

Das von der SS geführte Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof existierte vom Frühjahr 1944 bis April 1945 in der oberen Seestraße. Die Häftlinge arbeiteten fast ausschließlich für das "Presswerk Leonberg", einen Teilbetrieb der Messerschmitt AG in Augsburg. Wegen der alliierten Luftangriffe war es ab 1944 in den eigens hierfür umgebauten Engelbergtunnel verlagert worden, wo die Zwangsarbeiter unter katastrophalen Bedingungen Tragflächen für das Düsenkampfflugzeug Me 262 montierten.

Ziel der im vorderen Teil der ehemaligen Weströhre des Engelbergtunnels eingerichteten Dokumentationsstätte ist es, die Erinnerung an das KZ Leonberg zu bewahren. Für Gruppen und Schulklassen bietet die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V. auch Führungen auf dem "Weg der Erinnerung" an. Dauer der Führung etwa zwei Stunden.

Im Samariterstift Seestraße Haus 74 besitzt die KZ-Gedenkstätteninitiative einen Filmvorführraum mit Bibliothek und Exponaten in Vitrinen, in dem Gespräche mit Gruppen möglich sind. Detaillierte Infos und aktuelle Termine finden Sie auf der Homepage der KZ Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V.




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Anschrift der Gedenkstätte
Alter Engelbergtunnel
am Ende der Seestraße
71229 Leonberg

Träger
KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V.

Ansprechpartner
Eberhard Röhm
Tel. (0 71 52 ) 2 66 40
Fax: (0 71 52) 35 91 90
eberhard.roehm@t-online.de

Öffnungszeiten
März-Oktober: jeder 1. Sonntag im Monat zwischen 14 und 16 Uhr oder nach Vereinbarung
Tel.: (0 71 52) 2 66 40

Führungen
Nach Vereinbarung
Tel.: (0 71 52) 2 66 40

http://www.kz-gedenkstaette-leonberg.de

Leonberg

Christian-Wagner-Haus Warmbronn

Bild: Dichterstube

Das Christian-Wagner-Haus wurde im Jahr 1983 nach seiner Renovierung als Museum und Gedenkstätte für den Warmbronner Dichter eingeweiht.

Das Wohn- und Geburtshaus Christian Wagners (1835-1918) ist in drei Bereiche unterteilt: Im Erdgeschoss befinden sich die Dichterstube und die Schlafkammer mit den Originalmöbeln des Dichters. Im darüber liegenden Stockwerk zeigt das Schiller-Nationalmuseum Marbach in einer ständigen Ausstellung Originaldokumente und -briefe Christian Wagners. Ein dritter Ausstellungsbereich ist dem Thema „Das Dorf des Dichters - Warmbronn im 18. Jahrhundert“ gewidmet.

Verschiedene Aktivitäten der Christian-Wagner-Gesellschaft, wie Dichterlesungen, erfüllen das Haus mit Leben.

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Anschrift
Christian-Wagner-Straße 3
71229 Leonberg-Warmbronn

Träger
Christian Wagner-Gesellschaft

Öffnungszeiten
So 11 - 13 Uhr

Sonderführungen über die Christian-Wagner-Gesellschaft durch Herrn Dr. Kollmann
Tel. (0 71 52) 94 90 94

Eintritt frei

Leonberg

Bauernhausmuseum Gebersheim

Bild: Außenansicht des Bauernhausmuseums

Im Leonberger Ortsteil Gebersheim konnte einer der letzten großen und alten Bauernhöfe als Museum erhalten werden. Im Jahr 1986 starb der letzte Bewohner, der noch ganz traditionell mit Ochsen gewirtschaftet hatte. Nachdem 1988 die Stadt Leonberg das weitläufige Anwesen mit einem Teil des Nachbargehöfts erworben hatte, wurde Leonbergs jüngstes Museum im Mai 1995 eröffnet.

Wie es heutzutage einem Museumsgebäude gebührt, wurde auch seine eigene Geschichte genauestens erforscht. Heraus kamen 370 Jahre interessanter Hausgeschichte, die nicht nur in Gebersheim spielt. Das Wohnhaus hatte zunächst 169 Jahre lang in Leonberg als Pfarrhaus gestanden. Im Jahr 1785 wurde das Fachwerkhaus von dort nach Gebersheim versetzt und hier als Haus des Dorfschultheißen wieder errichtet.

Geschichtliches und Geschichten aus verschiedenen Jahrzehnten bis heute aus dem Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner, Episoden und Ereignisse aus dem Ort Gebersheim und von der Arbeit im reichen württembergischen Strohgäu sind in diesem neuartigen Bauernhausmuseum gezielt zum Inhalt gewählt worden.

Die thematische Vielfalt wird in einzelnen "Zeit-Räumen" gezeigt. So wird deutlich, wie ein Stall um 1800 aussah und welches Vieh gehalten wurde. Landwirtschaftliches Gerät - im Strohgäu selbstverständlich aus der Getreideproduktion - ist in der Scheune zu sehen. Außerdem gibt es ein Göpelhaus (ein Göpel ist eine alte Drehvorrichtung zum Antrieb von Arbeitsmaschinen) aus der Zeit um 1891.

Das Museum zeigt "Vergangenes" und bleibt dennoch ein lebendiger Teil des heutigen dörflichen Lebens: In der oberen Scheune gibt es Jazz- oder Klassikkonzerte, Lesungen, Filme sowie Sonderausstellungen zu Saisonbeginn und -ende.

Zum 100. Geburtstag des Pfarrers und Dichters Albrecht Goes wurde 2008 ein Gedenkraum für den ehemaligen Pfarrer der Gemeinde Gebersheim eingerichtet. Ein Teil des Raumes widmet sich auch seiner Frau Elisabeth, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten jüdischen Mitbürgern Unterschlupf bot.

Sammlungsgebiete
Dörfliches Leben früherer Zeiten

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Anschrift
Alte Dorfstraße 34
71229 Leonberg-Gebersheim

Träger
Förderverein Bauernhausmuseum Gebersheim e.V.

Ansprechpartner
Walter Ballenthin
Tel. (0 71 52) 33 05 56

Öffnungszeiten
Sonn- u. Feiertags 13 - 18 Uhr
oder nach Vereinbarung
Tel. (0 71 52) 90 51 04

Eintritt
Erwachsene 2,50 €
Gruppen ab 10 Personen 1,50 €
Kinder ab 6 Jahren 1,50 €
Gruppenführung 30 € zzgl.
1,50 € / Person
Schulklassen, Kindergartengruppen 0,50 € / Person
Führungen für Schulklassen, Kindergartengruppen: frei
zzgl. 0,50 € / Person

www.bauernhausmuseum-gebersheim.de